Wie Sie Ihren Körperfettanteil bestimmen

“Die Pfunde müssen purzeln”. So oder so ähnlich lautet der Schlachtruf bei jeder Diät. Dass man beim Abnehmen aber nicht nur auf das Körpergewicht und Kilos schielen darf, sollte jedem bewusst sein. So werden Sie in jeder Diät zunächst immer reichlich Wasser verlieren. Der anfängliche Abnehmerfolg scheint enorm, da man doch relativ schnell 4 oder mehr Kilo auf der Waage verliert. Dem eigentlichen Ziel – nämlich der Reduzierung des Körperfetts – sind Sie damit aber erst wenig näher gekommen. Schlimmer wird es dann, wenn durch ein gerade erst begonnenes Sport- oder Muskelaufbauprogramm auch noch schweres Muskelgewebe aufgebaut wird und man anscheinend auch noch zu statt abnimmt. Die Lehre daraus? Ihrer Waage können Sie nicht vertrauen.

Natürlich lässt sich der Erfolg beim Abnehmen grob über normale Körpergewichtswaagen kontrollieren. Wer es aber genauer wissen will, ob er statt Fett nicht nur Muskeln verloren hat (denn dies ist gerade in radikalen Diäten häufig der Fall), der sollte zum Beispiel auf spezielle Waagen zur Körperfettmessung zurückgreifen. Auch diese sind zwar meist nicht präzise genug, um den exakten Körperfettanteil zu bestimmen, aber zur relativen Erfolgskontrolle sind sie um einiges besser als normale Waagen geeignet.

Wer sich das Geld sparen möchte, kann seinen Körperfettanteil auch mit einem Maßband halbwegs vernünftig selbst ermitteln. Dazu dient zum Beispiel die so genannte US Navy Methode. Hier messen Männer ihren Nacken- und Bauchumfang, während Frauen zusätzlich noch ihren Hüftumfang mit dem Maßband festzustellen haben. Eine Einordnung des Körperfettanteils anhand dieser Maße findet man dann in den Tabellen der Navy. Natürlich ist aber auch diese Methode weit davon entfernt, exakt zu sein.

Vergleicht man jedoch diese Art der Körperfettbestimmung mit Methoden wie dem BMI, dem Body Mass Index, so sind diese sicherlich um einiges aussagekräfiger. Gerade beim BMI, wo Körpergröße und Körpergewicht ins Verhältnis gesetzt werden, um eine vereinfachte Aussage über den Fitnesszustand zu machen, ist die Vereinfachung so stark, dass wichtige Merkmale wie Athletik eines Körpers gar nicht miteinberechnet werden. Wie oben bereits erwähnt, ist Muskelmasse schwerer als Körperfettgewebe. Ein gut trainierter Athlet kann somit auch mal leicht das Gewicht eines Übergewichtigen haben. Das Körpergewicht sagt also rein gar nichts über den Fitnesszustand aus. Man benötigt daher detailliertere Angaben zu Muskel- oder Fettgewebeanteil des Körpers. Übrigens: die einfachste Variante der Kontrolle Ihres Abnehmerfolgs ist das Schießen von Fotos in regelmäßigen Abständen, etwa einmal wöchentlich. So können Sie genau sehen, ob Diät und Sport erfolgreich funktionieren.

foto:© Picture-Factory – Fotolia.com

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