Wechseljahre

Arzt mit Wechseljahre SchildDer medizinische Ausdruck für die Wechseljahre lautet Klimakterium. Dieser kritische Zeitpunkt im Leben umfasst die Jahre der hormonellen Umstellung der Frau. Diese Zeitspanne ist ebenso wie die Pubertät ein ganz natürlicher Abschnitt. In der Regel ist keine besondere Behandlung nötig, solange in der Zeit keine starken Beschwerden auftreten. Doch wie äußern sich die Wechseljahre? Was verändert sich im Klimakterium? Welche Symptome können auftreten?

Die Wechseljahre sind trotz der vielen möglichen Symptome keine Krankheit

Auch wenn der Übergang vom gebärfähigem Alter zur unfruchtbaren Lebensphase nicht immer reibungslos oder beschwerdefrei vonstatten geht, ist es doch keine Krankheit. In den Jahren des Klimakteriums kommt es durch die hormonelle Umstellung oft zu Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Libidomangel oder Schlafstörungen, um nur einige zu nennen. Ärzte sprechen dann von dem klimakterischen Syndrom. Wenn die Eierstöcke beginnen, weniger Fortplanzungshormone zu bilden, beginnen die Wechseljahre bei der Frau. Die Menopause hingegen bezeichnet den Zeitpunkt im leben der Frau, wo die letzte Monatsblutung stattgefunden hat. Sie beginnt in den Wechseljahren, ist also ein zeitlicher Teil des Klimakteriums.

Der drastische Rückgang des Östrogenspiegels beim Einsetzen des Klimakteriums erhöht das Risiko einen Knochenbruch zu erleiden. Die allseits bekannte Osteoporose wird aber auch durch andere Faktoren bestimmt und beeinflusst. In der Zeit der Wechseljahre steigt auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Frauen in diesem Lebensabschnitt sollten von daher besonderes Augenmerk auf gesunde Lebensführung legen.

Die Hormonersatztherapie ist umstritten

Als Pflaster, Spray, Creme oder in Tablettenform erhältlich, wird die Hormonersatztherapie zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Beispielsweise zur kurzzeitigen Behandlung der Hitzewallungen, doch eine gesunde Lebensweise und die Zuführung von Vitamin D und reichlich Calcium haben den gleichen Effekt und nicht so viele Nebenwirkungen. Aktuelle Studien haben bewiesen, dass das Risiko an Brustkrebs zu erkranken oder an tiefen Beinvenenthrombosen zu leiden nach der Hormonersatztherapie erhöht ist. Kognitive Störungen werden nicht beeinflusst und die Wahrscheinlichkeit, später an Demenz zu erkranken liegt unglaublich höher.
Die Hormonersatztherapie hat aber einen positiven Einfluss auf Wechseljahresbeschwerden, wenn sie sinnvoll eingesetzt und von kurzer Dauer ist.

Generell sollte der Beginn des Klimakteriums oder der Wechseljahre aber nicht negativ gesehen werden. Mit einer gesunden und aktiven Lebensweise wird auch diese Zeit vorübergehen. Wichtig ist die innere Akzeptanz des Älterwerdens und eine positive Lebenseinstellung generell.

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