Von Wegen Süßholz raspeln: Süßholzwurzel Wirkung in der Medizin

Bereits in der Antike und im Mittelalter kannten die Menschen die Heilwirkung der Süßholzwurzel. So verwendeten die alten Ägypter und die alten Griechen das Extrakt als Mittel gegen Husten, Asthma und Heiserkeit. In der traditionellen chinesischen Medizin gehört es zu den 50 Basiskräutern. Inzwischen wissen Wissenschaftler, dass das Süßholz viele Wirkungen im Körper entfalten kann und auch positiven Einfluss auf Magengeschwüre, Entzündungen und sogar auf die Haut nehmen kann. Aus diesem Grund werden gerne Tees, Cremes und Pastillen mit dieser Heilpflanze angereichert.

Gut für die Haut

Die medizinische Wirkung von Süßholz ist seit langer Zeit bekannt. So kann die Wurzel, welche ursprünglich aus Asien stammt, sehr vielseitig eingesetzt werden. Sie ist vor allem für ihren Saft bekannt, aus dem die berühmte Lakritze mit ihrem charakteristischen Geschmack hergestellt wird. Das Heilmittel kann dank der enthaltenen Saponine ihre vielfältige Wirkung entfalten, von denen die Glycyrrhizinsäure besonders gut für die Atemwege ist. Die antimykotische und antibakterielle Wirkung kann sich als effektiv bei einem Bronchialkatarrh sowie Husten erweisen. Doch auch bei Beschwerden im Magen wie bei der Gastritis und bei einem Magengeschwür kann Süßholz kleine, natürliche Wunder vollbringen. Einen weiteren Einsatzbereich stellen Hautkrankheiten dar, was bereits bei den Chinesen vor Jahrhunderten bekannt gewesen ist. So weisen die Saponine eine ähnliche Wirkung wie das Cortison auf, sodass sie Linderung bei Entzündungen, Hautreizungen und Ausschlägen erzielen können. Daher wird das Süßholz gern für Hautlotionen verwendet, welche vor den typischen Hautreizungen durch Antitranspirant bewahren sollen. Die antibakterielle Wirkung des Extrakts wird gern in besonderen Waschschäumen verwendet, die vor einem übermäßigen Schweißgeruch oder Körpergeruch schützen sollen.

Lecker im Tee

Das Süßholz wird jedoch nicht nur gern in Lotionen verwendet, sondern auch zur inneren Anwendung. Bereits seit Jahrtausenden gibt es Tees mit Süßholzextrakten, um die Anzeichen einer Erkältung oder eines Schnupfens zu lindern. So veranlassen spezifische Inhaltsstoffe die Nasenschleimhäute zur Produktion eines dünnflüssigeren Sekrets. Dadurch kann der Betroffene den Schleim leichter und besser aushusten. Die Glycyrrhizinsäure hemmt außerdem das Wachstum des Bakteriums Helicobacter Pylori, welcher zu den häufigsten Erregern einer chronischen Gastritis gehört. Ein köstlicher Tee mit Süßholz sollte jedoch nicht zu häufig genossen werden. In großen Mengen kann das Lakriz den Mineralhaushalt durcheinanderbringen und den Blutdruck ansteigen lassen. So hemmt das Glycyrrhizin den Abbau von dem Hormon Kortisol. Dadurch hält der Organismus verstärkt Wasser zurück und scheidet Kalium aus. Dies führt zur Steigerung des Blutdrucks und Wasser lagert sich im Gewebe an.

 

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