Die Saline Riburg befindet sich im Industriegebiet Rheinfelden-Ost im westlichen Teil des Gebietes Riburg, direkt neben dem Ortseingang von Möhlin. Das Werk selber liegt auf Rheinfelder Gemeindegebiet; ein Teil der Bohrfelder mit den dazugehörigen Pipelines und Pumpstationen befindet sich jedoch auch auf Möhliner Boden. Erschlossen wird das Areal durch einen Anschluss an die Bözbergbahn über den Bahnhof Möhlin sowie durch einen Industriezubringer an die Anschlussstelle der A3 in Rheinfelden-Ost. Die Saline wurde nach erstmaligen Bohrungen im Jahr 1844 von Johann Urban Kym im Jahr 1848 von ihm gegründet. 1973 erfolgte ein Neubau der Anlage, welcher damals eine europaweite Pionierleistung war. Wegen mangelnder Auslastung stand die Saline 1990–1993 still; trotzdem wurde der Standort nicht aufgegeben. Die stündliche Salzproduktion der Saline beträgt etwa 54 Tonnen. Auf dem Areal der Saline befinden sich mehrere Produktionshallen (Siederei), ein Siloturm, drei Lagerhallen (darunter der Saldome) sowie zwei alte Salzbohrtürme.
Die Saline Riburg produziert hauptsächlich Auftau- und Gewerbesalz, sowie Sole für die benachbarten Solebäder im Zentrum Rheinfeldens.
Die Saline Schweizerhalle wurde am 7. Juni 1837 von Carl Christian Friedrich Glenck gegründet und ist damit die älteste Saline des Unternehmens. Nach ihr wurde das Industriegebiet Schweizerhalle benannt, Hall ist ein altes deutsches Wort für Saline und Salz. 1852 setzt die Saline die ersten Dampfmaschinen ein und gründet eine Betriebskrankenkasse. Erstmalig war auch die Einführung der Salzjodierung.
In der Saline Schweizerhalle befinden sich die Abfüllanlagen für Speisesalz, Landwirtschaftssalz und Badesalze. Bei der Saline ist der Hauptsitz der Vereinigten Schweizer Rheinsalinen und die Salzkammer, ein Museum, angesiedelt. Ein Bahnanschluss besteht über den Rangierbahnhof Muttenz.
Die Saline Rheinfelden wurde 1844 Theophil L'Orsa und Theodor Hoffmann-Merian im Osten Rheinfeldens gegründet. Die Saline besass einen Bahnanschluss, der eine Verlängerung des Anschlusses der Saline Riburg darstellte. Die Gleise sind immer noch vorhanden, sie werden vom Wald allerdings wieder zurück in Besitz genommen oder von der Waggonfabrik Josef Meyer als Abstellfläche gebraucht. Durch den Zweiten Weltkrieg und dem von ihm erzeugten Kohlemangel wurde die Saline aufgrund fehlender Elektrifizierung zu Gunsten der Saline Riburg 1942 stillgelegt. Das Areal wurde darauf bis 1952 von der Schweizer Armee verwendet, bis schliesslich 1970 das Areal verkauft wurde. Heute steht eine Wohnsiedlung am Standort, dessen Name «Alte Saline» und die Gleise im Wald an die ehemalige Saline erinnern.
Die Saline Kaiseraugst wurde 1843 nach dem Fund von Johann Urban Kym im Jahre 1841 gegründet. Die Saline, welche direkt am Rhein lag, wurde allerdings schon 1847 aufgrund eines zu kleinem Salzvorkommens wieder geschlossen, Johann Urban Kym gründete darauf im Jahr 1848 die Saline Riburg bei seiner Heimatgemeinde Möhlin. Die fünf Siedepfannen der Saline Kaiseraugst wurden darauf in die Saline Riburg verlegt. 1865 wird die Saline durch die neu gegründete «Neue Saline Kaiseraugst AG» mit zwei neuangeschafften Siedepfannen wiedereröffnet. Nach der Fusion zu der Vereinigten Schweizer Rheinsalinen AG fiel die Saline dem Stausee des Kraftwerks Augst-Whylen endgültig zum Opfer.