Strabismus bei Kindern – Frühzeitig erkennen und rechtzeitig handeln

Aufmerksame Eltern bemerken häufig schon im frühen Kindesalter, dass die Augen ihrer Kinder nicht fehlerfrei funktionieren. In den meisten Fällen ist der sogenannte Strabismus die Ursache für häufiges Blinzeln, Lichtempfindlichkeit oder Konzentrationsprobleme. Doch wer frühzeitig handelt hat gute Chancen, seinen Kindern ein normales Sehen zu ermöglichen.

 

Was ist Strabismus und wie äußert er sich?

Früh erkennen
 

Als Strabismus wird die Fehlstellung der Augen zueinander bezeichnet, das heißt die Augen blicken nicht in die gleiche Richtung. Bedingt durch diese Fehlstellung sehen die Betroffenen Doppelbilder, da die wahrgenommenen Eindrücke nicht zu einem Bild verschmelzen können. Die Folge daraus sind Symptome, die aufmerksame Eltern schon frühzeitig erkennen und deuten können. So lässt häufiges Vorbeigreifen, Ungeschicklichkeit oder ein Schiefhalten des Kopfes auf eine Fehlstellung der Augen vermuten. Nach Untersuchungen der Augenklinik Frankfurt kann der Strabismus massive Folgen für die Kinder haben, wenn er nicht frühzeitig erkannt wird: Um gegen die Doppelbilder anzukämpfen unterdrückt das Gehirn der Betroffenen die Seheindrücke eines Auges, dessen Sehleistung daraufhin stark zurückgeht. Wird diese sogenannte Amblyopie nicht therapiert, bleibt sie ein Leben lang bestehen.

 

Wie kann Strabismus behandelt werden?

 

Je früher mit der Therapie des Strabismus begonnen wird, desto größer sind die Erfolgschancen und desto geringer ist die Belastung für das betroffene Kind. Ist der Strabismus noch im Anfangsstadium und wird frühzeitig erkannt, ist eine Brille mit optimal abgestimmten Gläsern häufig schon die Lösung des Problems. Als besonders erfolgreich hat sich jedoch die Therapie des Strabismus mit Hilfe von Augenpflastern bewährt: Hier wird das Auge mit der stärken Sehleistung abgedeckt, um das schwächere Auge zu fördern und zu aktivieren und damit die Amblyopie zu bekämpfen. Nur in besonders schwerwiegenden Fällen schafft lediglich eine Operation der Augenmuskulatur Abhilfe und ist die einzige Chance, den Kindern ein normales Sehen zu ermöglichen.

 

Erfolgschancen durch bewährte Therapiemethoden

 

Strabismus ist keine Seltenheit, etwa sieben Prozent der Bevölkerung Mitteleuropas leiden unter dieser Fehlstellung der Augen, besonders häufig sind Kinder betroffen. Doch die Therapiemöglichkeiten sind vielzählig und haben sich durch das häufige Auftreten der Krankheit perfektioniert. So kann in der Regel eine frühzeitige Therapie die Symptome des Strabismus komplett bekämpfen und die Ursachen heilen, sodass den Kindern ein normales und fehlerfreies Sehen ermöglicht wird.

Foto von flickr.com mijtmail

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