Plötzliche Gesichtslähmung – wenn ein Nerv ausfällt

Gesicht

Die Nerven in unserem Gesicht haben viele wichtige Aufgaben.  Der Nervus Facialis hat eine der wichtigsten, denn er ist beispielsweise für unsere Mimik verantwortlich. Wer zwinkert, lacht, pfeift oder küsst benutzt ihn. Zu dem regelt der Nerv die Funktion der Nasenschleimhaut. Auch für das Schmecken und die Speichel- und Tränendrüsen ist er verantwortlich. Er hat also jede Menge wichtiger Aufgaben

Der Gesichtsnerv

Kurz: Wenn er ausfällt, haben wir ein Problem. Genau dieses Problem haben jedoch Menschen die an einer sogenannten Facialis Parese erkranken. Da der Muskel für so vieles verantwortlich ist, wird das Gesicht bei einer Lähmung des Nerves häufig völlig entstellt. Neben der Mimik die erschlafft, können die meisten Patienten auch nicht mehr Ihr Auge schließen. Auch sprechen und essen fällt mit nur einer funktionierenden Gesichtshälfte denkbar schwer. Dies ist nicht nur physisch sondern auch psychisch eine große Belastung für die Betroffenen. Denn neben der Angst und dem Mimikverlust kommt auch der gesellschaftliche Druck dazu.

Oftmals trifft eine Facialis Parese Menschen in der Blüte Ihres Lebens. Die häufigsten Erkrankungen werden zwischen 20 und 40 Jahren gezählt, also genau dann, wenn beruflich und privat voll eingespannt ist.  Bei einer Lähmung fällt

Ursachen für die Erkrankung

Zwar kann eine Facialis Parese auch durch Borreliose oder andere Bakterien und Viren ausgelöst werden, in den häufigsten Fällen ist die Krankheit jedoch ohne erkennbare Ursache. Auch Stress, Zugluft, Hormon- bzw. Zyklusschwankungen oder andere Virusinfektionen können zugrunde liegen. Die Gesichtslähmung tritt in der Regel einseitig und plötzlich aus.

In der Regel wird die Facialis Parese mit Tabletten behandelt. Jedoch kann auch eine Therapie mit reinem Sauerstoff Erfolge erzielen. Studien zeigen, dass wenn so schnell wie möglich mit der HBO Therapie begonnen wird, die größten Erfolgsaussichten bestehen. Bis zu 90 Prozent der Erkrankten können so wieder vollständige Genesung erreichen.

Behandlung in der Druckkammer

Bei der HBO Therapie wird der Patient in einer Druckluftkammer mit reinem Sauerstoff versorgt. HBO bedeutet in diesem Fall Hyperbar Oxygen. So gelangt viel mehr Sauerstoff als normal ins Blut, sodass die Zellen besser durchblutet werden. Je nach Fall dauert die Behandlung im Druckkammerzentrum etwa 20 Tage. Jeden Tag wird der Patient dann meist drei Mal für dreißig Minuten „auf Tauchstation gehen“, denn die Therapieform kommt ursprünglich aus der Tauchmedizin. Meist genesen die Patienten die sich für eine Therapie mit reinem Sauerstoff entscheiden bedeutend schneller als die Patienten, die sich ausschließlich auf die Tablettentherapie beschränken.

foto:© papa – Fotolia.com

 

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