Wellness und Gesunheit

Wellness Urlaub / Wellness Hotel günstig buchen

Wirtschaft

Die 26 Atolle der Malediven mit insgesamt 1192 Inseln sind in 20 Distrikte unterteilt. Verwaltet werden sie von den Atollchefs, die vom Präsidenten ernannt werden. Der Bezirk um die Hauptstadt Malé steht unter direkter Verwaltung der Regierung.

Nur die Hauptstadt gilt als Stadt, nachfolgend die bevölkerungsreichsten Orte bzw. Inseln (Stand Zählung März 2006):

  • Malé: 104.403 Einwohner
  • Hithadhoo: 9.407 Einwohner
  • Fuvammulah: 7.642 Einwohner
  • Kulhudhuffushi: 7.206 Einwohner
  • Thinadhoo: 4.453 Einwohner

Siehe auch: Liste der Orte auf den Malediven

Die Malediven gehören zu den ärmsten Ländern der Welt, obwohl einige Wirtschaftszweige, besonders der Tourismus, sich schnell entwickeln. Das Bruttosozialprodukt (BSP) betrug 2006 etwa 900 Mio. US-Dollar, das BSP pro Einwohner rund 2700 US-Dollar. Nach Angaben der oppositionellen Maldivian Democratic Party leben 42 Prozent der Malediver von weniger als 1,17 US-Dollar am Tag. Der Tourismus hat viele Millionäre geschaffen. Durch die Preissteigerungen ist jedoch das Gros der Bevölkerung verarmt und an den Rand der Verelendung gebracht worden. Es herrscht eine riesige Inflation, im Juli 2008 betrug sie 48 Prozent. Tausende Malediver bringen ihre Familien nach Indien, weil sie sich das Heimatland nicht mehr leisten können und die Kinder dort eine geregelte Schulausbildung bekommen.

Seit der Ankunft der ersten europäischen Reisegruppe auf den Malediven im Jahr 1972 wuchs der Tourismussektor des Landes schnell und stetig. Innerhalb weniger Jahre stellten die Einkünfte aus dem Fremdenverkehr den größten Teil des Bruttoinlandsprodukts dar. Heute bietet der Tourismus 22.000 Arbeitsplätze und trägt über 30 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der Inselrepublik bei.

Die meisten Hotels sind sogenannte Resorts, oftmals auf Privatinseln gelegen und gehören teilweise zu den besten Hotels der Welt.

Hauptanbaukulturen des Agrarsektors sind Hirse, Maniok und Süßkartoffeln. Kokosnüsse werden für die Nahrungsmittel- und Kopra-Herstellung gesammelt. Der Fischfang, insbesondere von Thunfisch und Bonito, ist die traditionelle Stütze der Inselwirtschaft. Zu den lebenswichtigen Importen, vor allem aus Indien, gehören Nahrungsmittel (Reis), Bau- und Industriewaren und Brennstoffe zur Energieerzeugung. Viele der für die Tourismusbetriebe bestimmten Handelsgüter kommen sogar per Luftfracht von weit her aus Südafrika oder USA, denn die näher gelegenen Nahrungsmittelerzeuger in Sri Lanka können angeblich nicht in konstanter Qualität liefern.

Viele der Angestellten-Jobs, von Hotelmanagern und Architekten bis zu Wellness-Betreuern sind mangels eigener qualifizierter Arbeitskräfte von Ausländern besetzt. Barkeeper auf den Touristeninseln kommen meist aus anderen asiatischen Staaten wie Indien, Sri Lanka und Bangladesch. Unter der maledivischen Bevölkerung herrscht große Arbeitslosigkeit, weil ausländische Kräfte weitaus billiger sind. (Im Juli 2008 bekommt ein Bangladeschi etwa 80 USD im Monat, ein Malediver verlangt das Dreifache). Die Zahl der ausländischen Arbeiter wird auf 100.000 geschätzt (etwa 40 Prozent der Bevölkerung), der größte Teil davon illegal. Abschiebungen sind wegen der großen Anzahl und der Korruption in den Behörden kaum mehr möglich.

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für das Gesundheitswesen bei 11 Prozent, für das Bildungswesen bei 18 Prozent. Über die Militärausgaben gibt es keine Angaben. Die offiziellen Statistiken haben keine Aussagekraft, weil sie in jedem Falle geschönt sind. Über die wirklichen Einnahmen und Ausgaben wusste außerhalb der engsten Umgebung des Präsidenten Gayoom niemand Bescheid. Am Lebensstil und Besitz der Politiker, vor allem im Ausland, lässt sich aber ablesen, dass ungeheure Summen auf Privatkonten verschwinden. Es gibt keinen Finanzminister, die Funktion übt traditionell der Präsident selber aus. Kontrollorgane gibt es nicht.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Malediven aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.