Lecker und gesund durch die Grillsaison

Sommerzeit ist Grillzeit. Was gibt es Schöneres, als mit Freunden oder Familie einen lauen Sommerabend auf der Terrasse zu verbringen. Auf dem Grill brutzeln Nackensteaks oder Würstchen langsam vor sich hin. Die Küche bleibt kalt, der Alltag ist fern, man genießt die unbeschwerte Urlaubsstimmung.

Die Deutschen sind Weltmeister im Grillen. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Fleischprodukten liegt bei 60 Kilogramm. Premium-Grills in unterschiedlichen Größen und Ausführungen, sowie Grill-Kochkurse sind der neue Freizeit-Trend. Täglich erscheinen in Zeitungen neue Rezeptideen, im Supermarktregal stehen exotische Grill-Gewürze und Soßen.

Doch was viele leider nicht wissen, Grillen kann die Gesundheit gefährden. Beim Wenden von Würstchen und Fleisch gelangen Fette in die glühenden Kohlen, es bilden sich gesundheitsgefährdende Stoffe und Dämpfe. Diese können krebserregend sein. So enthalten die dunklen bis schwarzen Stellen am Grillgut den gefährlichen Stoff HCA (heterozyklische Amine). Des Weiteren existieren im dunklen Rauch aggressive chemische Verbindungen wie PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) oder AGE (Advanced Glycation End Products). Die giftigen Substanzen schädigen Herz und Gehirn und stehen im Verdacht, schwerwiegende Krankheiten wie Alsheimer oder Diabetes auszulösen.

GrillgemüseAber niemand muss auf die gegrillten Leckereien verzichten. Sie sollten jedoch bei der Zubereitung einige wichtige Punkte beachten, um Ihre Gesundheit beim nächsten Grillen nicht langfristig zu schädigen:

Benutzen Sie, wenn möglich, einen Gas- oder Elektrogrill. Holzkohlegrills bilden beim Anzünden und entfachen des Feuers eine große Rauchentwicklung. Dieser Rauch ist besonders krebserregend.

Sie möchten jedoch nicht auf den klassischen Holzkohlegrill verzichten? Dann wählen Sie einen Grill mit zwei Feuerstellen an beiden Seiten. So können Sie effektiv vermeiden, dass Fett oder Marinade in die heißen Kohlen tropfen und sich gesundheitsgefährdende Dämpfe bilden.

Statt einfacher Aluminiumfolie empfiehlt sich die Verwendung von Fettauffangschalen aus Aluminium. Sie verhindern wirkungsvoll das Hineintropfen jeglicher Flüssigkeiten.
Auf eine gesunde Ernährung sollten Sie auch beim nächsten Grillabend viel Wert legen. Es muss nicht jedes Mal die große Schlachtplatte sein, um Ihre Gäste zu verwöhnen. Werden Sie kreativ und kombinieren Sie Fleisch mit Gemüse. Oder überraschen Sie Ihre Gäste mit gegrilltem Tofu. Damit dieser nicht beim grillen zerfällt, sollten Sie eine feste Sorte wählen. Er lässt sich dennoch leicht in Scheiben schneiden. Einfach mit etwas Öl einpinseln und am Rand des Grills garen. Zu heiße Temperaturen sollten Sie vermeiden. Oder Sie marinieren den Tofu über Nacht in einem Mix aus Kräutern, Knoblauch und Öl. Mittlerweile sind Tofu-Grill-Würstchen in vielen großen Supermärkten erhältlich. Auch Gemüse können Sie auf dem Grill vielfältig zubereiten. Gemüse wie Champigons, Paprika, Zucchini, mit Knoblauch und Öl in Alufolie gegrillt sind ein echter mediteranner Genuss gleichzeitig eine gesunde Beilage.

Wegen des niedrigen Fettgehalts, ist mageres Puten- oder Hähnchenfleisch eine kalorienbewusste und gesunde Alternative zum fettigen Nackensteak. Die Garzeit ist entsprechend kurz. Achten Sie auch drauf, dunkle und schwarze Stellen vor dem Verzehr zu entfernen. Sie enthalten krebserregende Stoffe. Auf gepökeltes Fleisch (wie Mettwürstchen, Kasseler oder geräucherten Speck) sollten Sie lieber ganz verzichten. Bei zu großer Hitze bilden sich in ihnen Nitrosamine, die ebenfalls im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Greifen Sie lieber auf klassische Grillwürstchen oder Hackfleisch zurück.

© Christian Jung – Fotolia.com

2 Gedanken zu “Lecker und gesund durch die Grillsaison

  1. Bei Aluminium kann man geteilter Meinung sein, denn durch Salz und Hitze kann Aluminium gelöst werden, was dann ggf. im Gehirn eingelagert wird.

    Es gibt Untersuchungen, dass Aluminium Alzheimer verursachen können. Der Anteil von Alu durch Alufolie ist bestimmt gering, der Anteil von Deos hingegen hoch.

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