Fibromyalgie -Was ist das?

Ca. zwei Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter Fibromyalgie die auch unter den Begriff Weichteilrheumatismus fällt. Es ist eine Erkrankung die sich in der Muskulatur findet und auch die Ansätze der Sehnen befällt. Das Gesamtbild der Fibromyalgie steht für Fasermuskelschmerzen. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, auch Kinder kann es treffen.

Die Ursache der Fasermuskelschmerzen

Fibro

© Onidji – Fotolia.com

Die Ursachen der Erkrankung konnten bisher nicht geklärt werden. Man geht von einer genetischen Erkrankung aus, da das familiäre Auftreten vermehrt beobachtet wird. Manchmal findet sich das Krankheitsbild auch nach Autoimmunerkrankungen oder viralen Infekten, auch entzündlich-rheumatische Krankheiten können der Auslöser sein. Dazu kommen Tumorerkrankungen, Morbus Parkinson als neurologische Erkrankung die als Ausgangsbasis auftreten können. Wird in der Diagnostik die Ursachen der Fibromyalgie festgestellt, so wird das Syndrom als sekundär eingestuft. Doch in vielen Fällen wird die genaue Ursache nicht ermittelt, dann wird in der Medizin von einem primären Syndrom gesprochen, das keinen bekannten Auslöser hat. (Quelle:http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Fibromyalgie/)

Die Symptomatik der Erkrankung

Ganz typisch für das Krankheitsbild sind die starken, brennenden und teils dumpfen Schmerzen die man an den sogenannten Tender points findet. Diese sind im ganzen Körper verteilt, vorwiegend in den Muskeln und Sehnenansätzen und haben eine Größe von ca. einem Zentimeter. Wird auf diese Punkte leichter Druck ausgeübt entstehen schon Schmerzattacken, die sich von den Tender points bis in weit entferntere Körperregionen bewegen können. Die Schmerzen finden sich nachts als auch tagsüber und bleiben über lange Jahre hinweg bestehen. Die Begleitsymptomatik sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Steifheit von Gelenken und Sehnen vorwiegend in der Frühe, es können aber auch Schwellungen an Füßen, Händen oder im Gesicht auftreten. Depressive Verstimmungen, Übelkeit und Antriebsschwäche können ebenfalls zu dem Krankheitsbild gerechnet werden. Nähere Informationen sind zu finden unter

Die Diagnoseerstellung

Bis die Diagnose Fibromyalgie gestellt werden kann leiden die Patienten oft jahrelang. Die Tender points sind dabei wichtig bei einer Untersuchung, da sie eine wichtige Aussage für diese Erkrankung haben.
Das Kennzeichen der Erkrankung sind die Schmerzpunkte die sich im ganzen Körper verteilen. Das kann der Hinterkopf, die Nackenmuskeln sein, auch die Schultern, der Beckenbereich wie die Hüften oder die Knieinnenseiten haben diese schmerzhaften Tender points. 18 Schmerzpunkte sind charakteristisch für die Erkrankung, wenn 11 der Schmerzpunkte auf Druck schmerzhaft reagieren, kann die Diagnose Fibromyalgie gestellt werden. Die Beschwerden an den Schmerzpunkten müssen aber bereits seit drei Monaten bestanden haben.

Die Behandlung

Außer der regelmäßigen Bewegung wie Joggen, Radfahren usw. wird eine Reihe von Behandlungen in der Physiotherapie angewandt. Auch eine sogenannte kognitive Verhaltenstherapie wird empfohlen. Vielen Patienten bringt sie deutliche Verbesserungen, ebenso Entspannungstechniken. Um die Schmerzen einzudämmen werden starke Schmerzmittel verabreicht, wie z.B. Tramadol, alternativ können Akupunktur oder osteopathische Behandlungen durchgeführt werden. Darüber hinaus ist die Gabe von Antidepressiva bei der medikamentösen Behandlung angezeigt. Sie mindern das Schmerzempfinden und verbessern den Schlaf.

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