Eine erfolgreiche Psychotherapie bringt Lebensqualität zurück

Psychotherapie

Laut einer repräsentativen Studie leiden in Deutschland aktuell 32,1 Prozent der Bevölkerung an psychischen Störungen. Das entspricht etwa 15 Millionen Menschen. Fast ein Drittel aller Deutschen leiden an den Folgen von Scheidung, Tod eines nahestehenden Mitmenschen, Gewalt, Mobbing und Suchtkrankheiten. Mit einer Therapie werden davon jedoch nur etwa 36 Prozent behandelt. Lange Zeit war die Psychotherapie als Behandlungsmethode verkannt. Eine Therapie dauert sehr lange und am Ende kommt nichts dabei heraus, so die landläufige Meinung. Außerdem wurde die Psychotherapie wurde häufig als Schwäche abgetan. Die Inanspruchnahme eines Therapeuten entsprach nicht dem Leitbild einer leistungs- und erfolgsorientierten Gesellschaft. 
Doch inzwischen ändert sich das Bild. Viele Menschen sind heute offener und reden über ihre Probleme, als kräftezehrend und aufreibend zu versuchen, die Probleme auszusitzen oder selber zu lösen. Das zeigt eine steigende Inanspruchnahme der Psychotherapie. Viele Patienten entscheiden sich für heute für eine Therapie, um ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen. Eine Therapie erfordert Mut und Verantwortung gegenüber sich selbst und die Bereitschaft sich mit seinen Problemen auseinanderzusetzen.

Wo kann eine Psychotherapie helfen?

Menschen, die unter Beschwerden leiden, die seelische Ursachen haben, sollten eine Psychotherapie in Anspruch nehmen. Psychische Krankheiten haben oft körperliche Symptome und äußern sich auch in zwischenmenschlichen Störungen. Eine Psychotherapie hat den Zweck die psychische Krankheit zu heilen oder wenigstens zu lindern. Bei der Psychotherapie werden keine Medikamente eingesetzt. Die Behandlung wird von einem Therapeuten durchgeführt, der eine staatlich geregelte Ausbildung abgeschlossen hat und über eine Approbation (Berufszulassung) verfügt. Nicht alle approbierten Therapeuten haben jedoch eine Kassenzulassung. Menschen mit psychischen Erkrankungen finden Hilfe in einer psychotherapeutischen Praxis, in den Ambulanzen bestimmter Krankenhäuser oder in psychosozialen Beratungsstellen. Für Kinder und Jugendliche gibt es speziell für diese Patienten ausgebildete Therapeuten.
Viele Patienten mit psychischen Beschwerden gehen zunächst zu ihrem Hausarzt. Oft berichten die Patienten von Magenschmerzen, Schlafstörungen, Herzrasen oder anderen Symptomen. Wenn eine organische Ursache auszuschließen ist, wird der Hausarzt den Patienten an einen Psychotherapeuten oder eine psychotherapeutische Ambulanz überweisen. In schweren Fällen kann auch eine Behandlung in einem Krankenhaus sinnvoll sein. In einer Klinik kann ein Patient häufig besser Abstand gewinnen zu den belastenden Konflikten in der Familie oder am Arbeitsplatz.

So funktioniert eine Psychotherapie

Mit der Krankenversicherungskarte können sich Patienten auch direkt an einen Psychotherapeuten wenden. Ein erstes Gespräch dient dem Kennenlernen und der Diagnose der psychischen Beschwerden. Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Patient und Therapeuten ist für die weitere Behandlung von entscheidender Wichtigkeit. Der Therapeut unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht. Zusammen mit dem Patienten wird ein Behandlungsplan erstellt, der von der Krankenkasse zwecks Kostenübernahme genehmigt werden muss. Danach kann die Behandlung beginnen. Es gibt viele Arten der Psychotherapie. Die Behandlung kann zum Beispiel aus einer Einzeltherapie, einer Paartherapie oder einer Körperpsychotherapie bestehen. Letztere ist verbunden mit einer Tiefenentspannungsmassage und begleitender Körperarbeit, wie bei der kombinierten Psychotherapie in Freiburg. Eine erfolgreiche Therapie erkennen die Patienten am Nachlassen der Beschwerden und dem Bewusstwerden der eigenen Kraft und Stärke.

foto: © alexsokolov – Fotolia.com

 

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