Die Folgen von Arbeitslärm

Sehr viele Menschen sind Arbeitsbedingungen ausgesetzt, bei denen eine starke Lärmbelastung entsteht. Vielen wird das oft gar nicht mehr doch wenn sich die ersten Beschwerden einstellen, ist es meistens schon zu spät.

Schwerhörigkeit als Folge von Arbeitslärm

Bei einer Lärmbelastung von mehr als 85 dB über mehrere Jahre wird das Hörorgan dauerhaft geschädigt, das heißt es entsteht eine sogenannte Lärmschwerhörigkeit, die nicht mehr Rückgängig gemacht werden kann. Geschädigt werden dabei die Haarzellen im Corti’schen Organ der Schnecke. Allerdings werden die Haarzellen niemals vollständig zerstört, was bedeutet, dass eine vollkommene Taubheit durch starken Lärm nicht auftritt. Eine typische Begleiterkrankung ist übrigens Tinnitus, der aber in der Regel als Krankheit hier nicht im Vordergrund steht. Die Lärmschwerhörigkeit schreitet unterschiedlich schnell voran. Im Prinzip sind es vier Faktoren, die diesen Prozess beeinflussen, nämlich wie lange der Betroffene dem Lärm ausgesetzt war, das Pegel- und Frequenzspektrum des Lärms, ob es zu Lärmpausen gekommen ist und natürlich spielen auch persönliche Faktoren eine Rolle. Beim Frequenzspektrum sind Frequenzen zwischen 1000 und 6000 Hertz ganz besonders schädlich.

Gehörschutz

Psychische Belastungen

Arbeiter, die einer hohen Lärmbelastung ausgesetzt sind, schädigen nicht nur das Gehör, sondern setzen sich zudem einer hohen psychischen Belastung aus. Unruhe, Schlafstörungen und Gereiztheit sind eine Folge von starker Lärmbelästigung. Manchmal versuchen die Mitarbeiter, die Lärmquellen selber zu reduzieren, indem sie ihren Chef daraufhin ansprechen. Leider stoßen sie dabei oft auf taube Ohren. Der Arbeitnehmer fühlt sich unverstanden, was die psychischen Probleme noch weiter verstärken kann. Oft führt das dann zu einem Arbeitsplatzwechsel. Leider hat das in vielen Fällen nicht den erwünschten Erfolg, denn mittlerweile ist der Betroffene so darauf fixiert, dass auch geringere Geräusche, die das Gehör eigentlich gar nicht schädigen, als sehr belastend empfunden werden.

Mittel gegen die Lärmbelastung am Arbeitsplatz

Eine einfache Möglichkeit besteht natürlich darin, Ohrstöpsel zu tragen. Sie schützen effektiv gegen Lärm, indem sie den Gehörgang ganz einfach verschließen. Durch Ohrstöpsel verschwindet natürlich die Geräuschkulisse nicht ganz, sie wird nur erheblich gedämpft. Der Mitarbeiter kann sich wieder voll auf die Arbeit konzentrieren. Ohrstöpsel sollten nicht einfach in den Gehörgang gedrückt werden. Besser ist es, sie zu einer kleinen Wurst zusammenzurollen und sie vorsichtig in den Gehörgang einzuführen. Dort quillt dann der Ohrstöpsel auf und der Nutzer hat den vollen Gehörschutz. Ohrstöpsel können übrigens einfach und bequem über das Internet bestellt werden. Ohrstöpsel von Gehoerschutz-Versand.de gibt es von den unterschiedlichsten Marken. Sie können auch als Ohrstöpselspender und in Großpackungen geliefert werden, wenn ein größerer Bedarf besteht.

Neben dieser individuellen Vorsorge kann auch jeder Unternehmer etwas für die Gesundheit der Mitarbeiter tun. Manche Maschinen sind einfach unnötig laut und es sollte schon bei der Anschaffung daran gedacht werden, Maschinen zu kaufen, die nicht sehr laut sind. Das schont nicht nur das Gehör der Mitarbeiter, sondern schafft auch ein besseres Betriebsklima.

© Jürgen Fälchle – Fotolia.com

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