Das Westfälische Landestheater (WLT) hat seinen Sitz in Castrop-Rauxel. Das bekannte Callo-Theater-Projekt hat ebenfalls seinen Sitz in Castrop-Rauxel.
Das Kino Die Kurbel[1] verfügt über 2 Säle mit insgesamt 460 Sitzplätzen, liegt in der Innenstadt oberhalb des Bahnhofs Castrop-Rauxel Süd und ist nach dem Kinosterben in Castrop-Rauxel das einzige verbliebene Kino in der Stadt.
Siehe auch: Liste der Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet
Bedeutende Bauwerke in Castrop-Rauxel sind der Hammerkopfturm und das Vollwand-Strebengerüst der ehemaligen Zeche Erin. Als Industriedenkmäler zeugen sie von der Bergbauvergangenheit der Stadt. Dazu zählt auch die Halde Schwerin mit einer begehbaren Sonnenuhr, auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Graf Schwerin.
Sehenswerte Bauwerke sind auch das Schloss Bladenhorst, ein Wasserschloss im Stadtteil Bladenhorst, die St.-Lambertus-Kirche im Stadtteil Henrichenburg, die Lutherkirche aus dem Jahre 1881 in der Altstadt, das Taubenvatta-Denkmal, ein Bronzedenkmal, das seit 1986 auf dem Kuopio-Platz steht und der jüdische Friedhof aus dem Jahr 1743. Dieser ist der älteste noch erhaltene Friedhof. Das Haus Goldschmieding, errichtet Ende des 16. Jahrhunderts, beherbergt heute ein Schlossrestaurant und befindet sich in einem Park, unweit der ehemaligen Pferderennbahn, auf der 1874 bis 1970 die auch überregional bekannten Naturhindernisrennen stattfanden. Heute befindet sich dort ein Naherholungsgebiet. An die Pferderennentradition erinnert das 1912 errichtete Reitsportdenkmal auf dem Altstadtmarkt.
In der Altstadt findet man ebenfalls eine dem in Westfalen besonders verehrten Lambert von Lüttich, Bischof von Maastricht, geweihte Kirche, deren Ursprung auf das Jahr 1250 zurückgeht. In dem ältesten noch erhaltenen Teil steht ein Sakramentshäuschen aus Baumberger Sandstein, welches um 1512 erschaffen wurde.
Am Rande der Altstadt liegt der Stadtgarten. Dort befindet sich auch das 1926 eröffnete und 1992 geschlossene Parkbad Süd. Nach der Schließung wurde es unter Denkmalschutz gestellt und ist heute ein Kultur- und Freizeitzentrum mit Restauration.
In Habinghorst lag das sich im Abbruch befindende Kraftwerk Castrop-Rauxel mit dem ehemals höchsten Bauwerk (230 m hoher Schlot) der Stadt. Es war seinerzeit das modernste Steinkohlekraftwerk und seit 1956 in Betrieb. Zuletzt wurde es als Reserve-Kraftwerk eingesetzt. Sein Betrieb wurde 2001 wegen Überkapazitäten eingestellt, der Schornstein am 6. April 2008 gesprengt.
Im Süden der Stadt erstreckt sich die 27-Loch-Golfanlage Frohlinde. Neben der sportlichen Besonderheit dieser 132 Hektar großen Anlage mitten im Ruhr-Revier zeichnet sich der Golfplatz durch eine wunderschöne Landschaftskulisse und eine extensive Verwirklichung von Erfordernissen des Natur-und Landschaftsschutzes aus.
Der Landschaftsarchäologischer Park Henrichenburg im Norden der Stadt lässt die Geschichte der Burg Henrichenburg am historischen Standort wieder aufleben. Die Burg wurde erstmals urkundlich 1263 erwähnt und 1787 wegen Baufälligkeit abgebrochen.
Das Forum Europaplatz, gelegen am Stadtmittelpunkt, ist ein kulturell vielfach nutzbares Veranstaltungs- und Kongresszentrum. Das Zentrum des Forums besteht aus der Stadt- und Europahalle gestaltet nach Plänen des dänischen Architekten Arne Jacobsen, der auch das neue Rathaus entworfen hat.
Der Castrop-Rauxeler Korfball ist in Deutschland führend. Heimische Vereine stellen die Mehrheit der deutschen Nationalspieler und vertreten Deutschland seit Jahren im Europapokal. Seit dem Jahr 2003 ist Castrop-Rauxel die Beachtennis-Hochburg Deutschlands und stellt mit Spielern der Tennisabteilung des Ruderverein Rauxel 1922 e.V. Meister auf Deutschland- und Europaebene. Die Ruderabteilung des Ruderverein Rauxel 1922 e.V. hat seit seiner Gründung viele deutsche Meister und Weltmeister hervorgebracht. 1988 hat der Verein seinen bisher größten sportlichen Erfolg gefeiert. In diesem Jahr wurde der Rauxeler Ruderer Eckhardt Schultz Olympiasieger im Deutschlandachter. Aktuell haben die Ruderer Magdalena Jakschick und Jannis Augustin auf der Junioren WM 2007 in Peking eine silberne bzw. goldene Medaille gewonnen. Des Weiteren ist die lokale Billard-Szene (Karambol) sehr ausgeprägt. Mit dem ABC Merklinde ist in der Saison 2008/2009 ein Castroper Billardverein in der 2.Bundesliga vertreten und hat mit Christian Pöther (Freie Partie kl.Bi.) einen amtierenden Deutschen Meister in seinen Reihen. Die Oberligamannschaft Dreiband, ist Deutscher Mannschaftsmeister Saison 2007/08 (kleines Billard). Einen neuerlichen Titelgewinn schafften Ronny Lindemann und Markus Dömer. Sie wurden im September 2008, für den ABC Merklinde startend, Europameister im Team-Dreiband (kleines Billard) bei der Europameisterschaft in Brandenburg. Weitere traditionsreiche Castroper Billardvereine sind die Billardfreunde Schwerin, sowie der Billardclub Schwerin.
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen in Castrop-Rauxel zählt die im Frühjahr und Herbst stattfindende Kirmesveranstaltung, die traditionell mit einem Feuerwerk am letzten Tag endet. Im Frühsommer startet jährlich das seit Anfang der 1990er Jahre veranstaltete Kulinarische Fest Castrop kocht über auf dem Castroper Altstadtmarkt. Zu den jährlichen Veranstaltungen in der Castroper Altstadt zählen weiterhin Home & Garden im Frühjahr und der Viktualienmarkt im Herbst. Im Spätsommer schlägt das WLT-Freilichttheater mit Theateraufführungen auf dem Castroper Marktplatz seine Zelte auf. Darüber hinaus wird von der SPD Castrop-Rauxel einmal jährlich im Erinpark das Live-Event Rock unterm Förderturm organisiert. Zur Weihnachtszeit findet regelmäßig ein Weihnachtsmarkt in der Altstadt statt, der durch das Kulinarische Zelt im Advent auf dem Marktplatz ergänzt wird.
Des Weiteren findet in Castrop das VW-Forum am Europaplatz statt. Hier trifft sich die VW-Szene aus vielen Teilen Deutschlands. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen auch die Say-No-Party, wie auch die beiden Rockfestivals Steel-meets-Steel Festival und das Save The Planet Festival.
- 1952 Die Englische Königin schenkt der Stadt ein Schwanenpaar als Dank für die Entwicklung der deutsch-britischen Freundschaft
- 1962 Ehrentitel „Gemeinde Europas“ - verliehen 1962 vom Europarat.
- 1979 Theodor-Heuss-Preis
Der Theodor-Heuss-Preis wurde der Stadt Castrop-Rauxel und ihren Bürgerinnen und Bürgern am 11. März 1979 von der Stiftung Theodor-Heuss-Preis e.V. für ihr beispielhaftes Engagement um die europäische Verständigung und ihre Bemühungen um Europa im Rahmen eines großen Festaktes im Herkulessaal der Münchener Residenz aus den Händen der Vorsitzenden Frau Dr. Hildegard Hamm-Brücher verliehen. Den Festvortrag mit dem Thema „Bürgerengagement für Europa“ hielt Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.
Von den ehemals vielen Großindustrien in Castrop ist nur noch die Rütgers Chemicals GmbH mit ca. 600 Mitarbeitern übrig geblieben. Das Unternehmen Rütgers Chemicals GmbH wurde im Dezember 2007 von Evonik an den Finanzinvestor Triton verkauft.
Die restliche Wirtschaftsstruktur ist heute nahezu nur noch von mittelständischen und kleinen Unternehmen geprägt.
Durch das Stadtgebiet führen die Bundesautobahnen 2 (Oberhausen-Berlin), 42 (Kamp-Lintfort-Dortmund) und 45 (Dortmund-Aschaffenburg). Am Kreuz Castrop-Rauxel-Ost kreuzt sich die A 42 mit der A 45. Die Bundesstraße 235 (Senden (Westfalen)-Witten), mit Anschluss an die A 40/B 1, durchquert die Stadt von Nord nach Süd.
Ab Castrop-Rauxel Hauptbahnhof verkehrt die S-Bahn Rhein-Ruhr mit der Linie (S2) (Köln-Mindener-Strecke) nach Dortmund und Duisburg/Essen/Recklinghausen. Weiter hält der Rhein-Emscher-Express (RE3) von Hamm nach Düsseldorf am Hauptbahnhof. Von den Haltepunkten Castrop-Rauxel Süd/Altstadt und Castrop-Rauxel-Merklinde verkehrt die Emschertal-Bahn (RB43). Der gesamte Schienenverkehr wird in Castrop-Rauxel von der DB Regio NRW durchgeführt. Die Strecke der Emschertalbahn wurde hingegen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 von der NordWestBahn übernommen.
In Castrop-Rauxel fahren insgesamt 14 Buslinien der BOGESTRA (Linien 353, 378), der DSW21 (480, 481, 482), der Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (311, 321, 341, 343, 361) und der Vestische Straßenbahnen GmbH (233, 237, SB22). Der Städteschnellbus (SB22) verbindet Castrop-Rauxel mit Datteln. Zudem verkehrt eine Nachtexpresslinie (NE11). Die meisten Buslinien fahren Stadtgrenzen überschreitend. Zentrale Haltestelle der Buslinien ist der ZOB am Münsterplatz in der Castroper Innenstadt.
Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Tarifraumüberschreitend gilt der NRW-Tarif.
Der Rhein-Herne-Kanal verbindet Castrop-Rauxel mit dem deutschen Wasserstraßennetz. Der Rhein-Herne-Kanal, der die Stadt im Norden durchquert, gilt als wichtiger Umschlagplatz für Massengüter und Yachthafen für Freizeitkapitäne. Auf Castrop-Rauxeler Stadtgebiet befinden sich entlang des Kanals insgesamt 4 Kanalhäfen: Zum einen der Hafen Victor und der Hafen Rütgers, die sich beide unweit des Schloss Bladenhorst befinden, zum anderen der Kanalhafen Luck und der Hafen Marmorit, der sich in Höhe der Wartburgstraße befindet. Letzt genannter ist allerdings eher als Anlegestelle zu bezeichnen. Darüber hinaus befindet sich entlang des Castroper Teilstücks des Kanals ein Yachthafen für Freizeitkapitäne im Stadtteil Pöppinghausen.
Am Emscherdurchlass in Henrichenburg wird die Emscher unter dem Rhein-Herne-Kanal durchgeleitet. Zugleich ist dies der östliche Beginn der bis Oberhausen reichenden "Insel" zwischen Kanal und Fluss, die im Zuge der Renaturierung der Emscher weiter landschaftlich aufgewertet werden soll.
In Castrop-Rauxel erscheinen die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die Westfälische Rundschau und die Ruhr Nachrichten, jeweils mit einer Lokalausgabe. Alle Zeitungen unterhalten in der Castroper Altstadt eine Lokalredaktion. Die Ruhr Nachrichten betreiben zusätzlich eine Geschäftsstelle in der City. Darüber hinaus erscheint mittwochs und samstags der kostenlose Stadtanzeiger für Castrop-Rauxel und ein kostenloses Stadtmagazin, das in den Geschäften zum Mitnehmen ausliegt.
- Evangelisches Krankenhaus: Das EvK gehört zur Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel gGmbH, die auch das EvK Herne betreibt. Das Krankenhaus liegt unweit des Stadtmittelpunktes.
- Katholisches Krankenhaus St. Rochus-Hospital: Seit 2004 gehört das St. Rochus-Hospital zur Katholischen St. Lukas Gesellschaft mbH, zu der auch das Katholische Krankenhaus Dortmund West und das St.-Josefs-Hospital in Dortmund Hörde gehören. Das Krankenhaus liegt unweit des Stadtzentrums.
Im Jahr 2007 eröffnete in Castrop-Rauxel der Medical Park Ruhr, ein Zentrum für Komplementärmedizin. Neben Angeboten aus den Bereichen Ayurveda und Wellness befinden sich in dem neu errichteten Gebäudekomplex unweit des Stadtmittelpunkts ein Dialysezentrum, ein Hotel, ein Restaurant sowie eine Seniorenresidenz.
- In Castrop-Rauxel befinden sich 14 Grundschulen. Zudem gibt es zwei Gymnasien (Adalbert-Stifter-Gymnasium und Ernst-Barlach-Gymnasium), zwei Realschulen (Fridtjof-Nansen-Realschule und Johannes-Rau-Realschule), zwei Gesamtschulen (Willy-Brandt-Gesamtschule und Janusz-Korczak-Gesamtschule), zwei Hauptschulen (Franz-Hillebrand-Hauptschule und Schillerschule) und ein Berufskolleg (Berufskolleg Castrop-Rauxel). Darüber hinaus gibt es zwei Förderschulen (Europaschule und Hans-Christian-Andersen-Schule).
- Die FernUniversität Hagen unterhält im Dienstleistungszentrum (DIEZE) ein Studienzentrum.
- Das Zentrum Frau in Beruf und Technik: Die Einrichtung befindet sich ebenfalls im Dienstleistungszentrum (DIEZE).
- Volkshochschule/ Berufsbildungszentrum Castrop-Rauxel
- Stadtbibliothek Castrop-Rauxel
In Castrop-Rauxel ist ein gleichnamiger Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk stationiert worden. Dieser besteht aus zwei Bergungsgruppen und der Fachgruppe Elektroversorgung. Die Unterkunft liegt in der Oskarstr. 51a.