Aufenau verfügt über eine römisch-katholische Kirche und eine evangelisch-lutherische Kirche. Mitglieder anderer Glaubensgemeinschaften insbesondere Protestanten, Muslime, Zeugen Jehovas und Anhänger christlicher Sekten (Nazarener) müssen die Einrichtungen in Wächtersbach oder Bad Soden-Salmünster aufsuchen.
Fachhandel, leichte Industrie, Handwerk und Dienstleister sind in Aufenau angesiedelt. Besonders stark vertreten ist der Handel mit Kraftfahrzeugen. Durch die Sogwirkung der benachbarten Gemeinde Wächtersbach konnte sich der Einzelhandel nur schwer etablieren, Aufenau ist aber dennoch bekannt für die gute Ausstattung an Fachhandelsunternehmen vom Gartenbedarf bis zur Industrietechnik.
Seit 1995 verfügt Aufenau über ein attraktives Gewerbegebiet am Ortsrand, das kleinere Unternehmen anzieht. Hier stellte die Stadt Wächtersbach attraktives Gelände zur Verfügung, wo Gewerbe und Leichtindustrie sich ansiedeln kann.
Aufenau verfügt mit dem Kaufhaus Zöller über einen der letzten klassischen Kolonial- und Gemischtwarenhändler des frühen 20. Jahrhunderts, der noch heute in fast unveränderter Form noch in Betrieb ist. Der Einzelhändler mit Familientradition hat dabei eine wechselvolle Geschichte hinter sich.
Die bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts den Ort prägende Landwirtschaft erlebte nach der Gebietsreform einen radikalen Umbruch. Heute bedienen einige wenige Vollerwerbsbetriebe im Bereich Schweinemast, Mutterkuhhaltung und Milcherzeugung den regionalen Markt. Der überwiegende Anteil der stark vertretenen Landwirtschaft sind Subsistenzbetriebe sowie Hobbyisten. Durch die schwierigen topologischen Verhältnisse, die Stückelung der Erwerbsflächen und die geringe Größe ist eine kostendeckende Bewirtschaftung der Flächen schwierig, vor allem Ölsaaten und Getreidesorten von hoher Qualität sind nur schwer anzubauen. Insbesondere die Böden der Hanglagen des Spessarts sind durch die verwitterten Buntsandsteine schwierig zu bewirtschaften. Die Bewirtschaftung von Kurzumtriebsplantagen auf Retentionsflächen und der Anbau von Miscanthus und die Aufforstung zur Gewinnung von Bioenergie könnte zukünftig die derzeit überwiegende Gewinnung von Grünfutter ergänzen. Hierzu wird in nächster Zukunft von einer privatwirtschaftlichen Betreibergesellschaft ein entsprechendes Biomasse-Heizkraftwerk in Wächtersbach errichtet.
Aufenau liegt an der ehemaligen Bundesstraße 40 (heute L 3216) und verbindet über eine Landesstraße auf direktem Weg Bad Orb mit dem Kinzigtal. Zwischen zwei Anschlussstellen gelegen, kann die nahegelegene A 66 sehr schnell erreicht werden. Die A 66 verbindet Fulda und Frankfurt und stellt mit der Anbindung an die A 7 die wichtigste Verkehrsverbindung des Rhein-Main-Gebiets mit Ost- und Nordosthessen sowie Thüringen dar. Aufenau liegt außerdem am Hessischen Radfernweg R3, der durch ganz Hessen führt.
Zwischen 1995 und 2005 wurde die Infrastruktur im Ort umfangreich saniert. Hierbei wurde von den Stadtplanern versucht, durch verkehrsleitende Maßnahmen im Bereich der Grundschule und des Kindergartens dem Ort einen 'Kern' hinzuzufügen.
Das später auf dem Grundstück des ehemaligen Raiffeisenmarktes in der Marienstraße errichtete Kulturhaus von Aufenau wurde aufgrund der sehr beschränkten Kapazitäten des alten Gemeindezentrums notwendig. Die Architektur, die vom Planungsbüro Erich Korn erarbeitet wurde, passt den Neubau ideal in die vorhandene Bausubstanz ein und ergibt mit dem alten Bürgermeisterhaus von Aufenau (heutiges Vereinshaus) eine sehr ansprechende Gesamtkomposition moderner regional angepasster Architektur. Die Innenaufteilung ermöglicht eine sehr vielfältige Nutzung, die Inneneinrichtung ist behinderten- und besonders seniorengerecht und durch verfahrbare Trennwände an verschiedene Anforderungen anpassbar. Obwohl in einer innerörtlichen Lage mit Randbebauung gelegen, sind dennoch ausreichende Parkplätze in unmittelbarer Nähe zu erreichen. Das Kulturhaus Aufenau stellt ein Musterbeispiel für den Bau von modernen Gemeindehäusern dar und wird in der gesamten Bevölkerung in Aufenau sehr gerne angenommen.
Seit einigen Jahren verfügt Aufenau mit einer öffentlich zugänglichen Kneippanlage über die Möglichkeit, das hydrotherapeutische Anwendungen genutzt werden können. Die Anlage erfreut sich von Frühling bis in die Frostperiode größter Beliebtheit und zieht auch Besucher von außerhalb an. Zur Wasserversorgung der Anlage wird natürlich vorhandenes Quellwasser verwendet, das dort zutage tritt. Die Pflege der Anlage hat die Stadt Wächtersbach an den Kneippverein Eberborn e.V. übertragen.