Wie erkenn ich den Burn-Out Alarm?

Burn out - wenn der Körper die Notbremse zieht

Plötzlich geht nichts mehr. Für immer mehr Menschen endet ein von negativem Stress bestimmter Alltag im Krankenhaus. Burn out. Dem akuten Burnout Syndrom gehen oft viele Jahre großer Belastung voraus. Häufig ist es das Arbeitsleben, das die Betroffenen überfordert. Doch auch Beziehungsstress, die Herausforderungen des Elternseins oder dauerhafte Unterforderung können zum Burn Out führen.

Warnsignale des Körpers erkennen und der Burn Out-Falle entgehen

In einer Umfrage des Jahres 2010 gaben 60% der Befragten an, ihr größter Wunsch für das neue Jahr sei, weniger Stress zu haben. Dieses Umfrageergebnis zeigt die Brisanz des Themas Burnout Syndrom. Die Psychologie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Thematik und hat bereits viele Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung des Syndroms gefunden. Wichtig ist, frühzeitig Überlastungssymptome wahr- und vor allem ernst zu nehmen. Ob häufige Spannungskopfschmerzen, Schlafstörungen, Ohrgeräusche, Magen- und Darmprobleme, Infektanfälligkeit, Bluthochdruck, Schmerzzustände, Hautausschläge oder auch Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche -die möglichen Zeichen einer Stressüberlastung sind sehr individuell. Viele Menschen reagieren auf diese körperlichen Warnschüsse mit noch mehr Genervtsein:’Auch das noch!’ Schmerz- oder Schlaftabletten sollen schnell und unkompliziert helfen. Weitermachen.
Funktionieren. Besser und langfristig wirkungsvoll ist dagegen der aufmerksame Blick nach innen, der die Talfahrt ins akute Burnout Syndrom ausbremsen kann. Nach Erkenntnissen der Psychologie ist es für Betroffene ratsam, eine Entspannungsmethode zu erlernen und diese regelmäßig anzuwenden. Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und ähnliche Methoden helfen, das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung wiederherzustellen. Darüber hinaus ist es sinnvoll Sport zu treiben. Besonders beim Ausdauertraining gelingt es total abzuschalten und zu innerer Ruhe zu finden. Psychologen empfehlen jeden Tag eine kleine Pause einzulegen, sich etwas Zeit zu nehmen, um Inne zu halten und Kraft zu tanken. Dabei wird der Stresskreislauf kurz unterbrochen und einer Verschlimmerung der Situation vorgebeugt. Qualität geht dabei vor Quantität.
Lieber fünf Minuten totaler Entspannung, als eine halbe Stunde Yoga, unterbrochen von Handytelefonaten.

Nach dem Knock Out

Leider beachten viele Menschen die SOS-Signale des eigenen Körpers nicht und erleben den Totalzusammenbruch in Form eines akuten Burnout Syndroms. Neben der Stabilisierung auf physischer Seite ist es dann wichtig, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um zu lernen, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Überwinden eines Burn Outs ist die innerliche Bewertung und Verarbeitung der Stresssituation. Durch Stresskompetenzstärkung gewinnt der Betroffene an Stärke und lernt Grenzen zu setzen, wenn es nötig ist.

Bild oben©EDHAR-Shutterstock.com

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